Meine pädagogische Konzeption

Mein Bild vom Kind

  Für mich ist jedes Kind eine eigenständige, wundervolle Persönlichkeit die richtig und wichtig ist, genau so wie sie ist. Jedes Kind ist ein ganz besonderer, wertvoller Schatz. Keines ist mit einem Anderen vergleichbar und jedes Kind darf mit seiner Persönlichkeit im Mittelpunkt stehen und sich in seinem ganz eigenen Tempo entwickeln. Die Kinder sollen sich mit ihren individuellen Charakteren, Stärken, Bedürfnissen, Interessen und Vorlieben jederzeit angenommen, willkommen und gesehen fühlen. Ein wertschätzender und respektvoller, liebevoller Umgang  sind mir sehr wichtig. Jedes Kind hat sein eigenes Lerntempo und wird von mir in seiner ganz individuellen Ich- Entwicklung wahrgenommen und begleitet. Es ist mir wichtig Kindern viel Zeit und Raum zu geben, sodass sie ihrem Bedürfnis die Welt mit allen Sinnen entdecken zu wollen, nachgehen können.


Rahmenbedingungen

  Im Januar 2024 habe ich den Qualifikationskurs zur Tagespflegeperson für eine Pflegeerlaubnis nach §43 SGB VIII, für die Betreuung von bis zu 5 Kindern erfolgreich absolviert. Diese Pflegeerlaubnis muss alle 5 Jahre erneuert werden. Alle 2 Jahre sind ein entsprechender erste Hilfe Kurs und eine Hygieneschulung Pflicht.  Ich arbeite zusammen mit einer weiteren Tagespflegeperson in einem Zusammenschluss.

 Die Betreuungszeiten sind: Montag bis Donnerstag von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr 
und Freitag von 7:30 Uhr bis 11:30 Uhr (32h/ Woche) 
Oder Montag bis Donnerstag von 7.30 Uhr bis 14:30 Uhr (28h/ Woche)

 Mein Urlaub beträgt 40 Tage im Jahr. Davon liegen 3 Wochen zusammenhängend im Sommer und weitere Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Die restlichen Tage sind nicht festgelegt, können auch außerhalb der Ferien liegen und von Jahr zu Jahr variieren. Die Urlaubsplanung gebe ich immer am Ende eines Jahres für das komplette Folgejahr bekannt. 

 Wir sind ein Zusammenschluss zweier Tagespflegepersonen
 – meine Zusammenarbeit mit Jana Quester:
Seit Januar 2023 ist es auch in RLP gestattet sich mit einer weiteren Tagespflegeperson zusammen zu schließen und einen Zusammenschluss zu betreiben. Diese Möglichkeit haben wir gerne genutzt und uns entschieden ab Januar 2025 in gemieteten Räumlichkeiten in Ockenheim zu zweit durchzustarten. Jana ist ebenfalls Erzieherin mit einem Schwerpunkt in der frühkindlichen Bewegung und Mama. Wir kennen uns seit vielen Jahren und sind sehr glücklich darüber, dass wir unser Bild vom Kind, unsere Haltung als Pädagogen und unsere Liebe zur Arbeit mit U3 Kindern teilen.

 Wie diese Zusammenarbeit im Alltag aussieht: 
Jede von uns hat eine Pflegeerlaubnis für bis zu 5 Kinder und somit nicht mehr als 5 Kinder unter Vertrag. Wir sind beide selbstständig. Auch wenn wir den Alltag oft gemeinsam in den Räumen verbringen, obliegt die Aufsicht immer der Tagespflegeperson mit der ein Vertrag abgeschlossen wurde. Obwohl wir die Vorteile des Zusammenschlusses ganz klar nutzen, uns Räumlichkeiten und Rahmenbedingungen teilen, sind uns eine bedürfnisorientierte und „Familiennahe“ Betreuung sehr wichtig. 
Im Alltag achten wir deswegen darauf, dass jede Tagesgruppe für sich auch Zeit nur in der Kleingruppe mit der jeweiligen Tagespflegeperson verbringen kann. Zum Beispiel gehen die Fuchsfreunde spazieren oder auf den Spielplatz, während die Eichhörnchen in den Räumlichkeiten bleiben, oder sich einen anderen Spielplatz/ Spazierweg aussuchen. Auch in der Eingewöhnung legen wir Wert darauf die Kinder nicht sofort mit der Großgruppe zu überfordern. Da die Tagespflegeeinrichtung über genügend Raum und Platz verfügt, ist es uns auch möglich Angebote in der Kleingruppe anzubieten, selbst wenn Fuchsfreunde und Eichhörnchen- Bande gleichzeitig im Haus sind. Auch Urlaube können beide Tagespflegepersonen getrennt voneinander nehmen, sodass die jeweils andere Tagesgruppe die Räumlichkeiten ein paar Tage für sich hat. Wir achten darauf, dass wichtige Bedürfnisse oder beziehungsvolle Situationen, mit der Vertragsperson stattfinden (zum Beispiel Trost, Nähe usw.) Ausnahmen bestätigen die Regel. Sollte es nicht anders möglich sein, kümmern wir uns natürlich beide gerne auch um Kinder der jeweils anderen Tagespflegeperson, schenken Trost oder spielen zusammen. (Zum Beispiel Gefahrensituationen usw.) Außerdem ist es uns wichtig, dass sowohl das Wickeln, als auch die Bring- und Abholsituation, als auch Elterngespräche die Kinder betreffend nur mit der jeweiligen Vertragsperson stattfinden. Für die Kinder und Eltern wird in der Einrichtung in Form von Bildern klar sichtbar gemacht, welche Kinder zu welcher Tagespflegeperson gehören. 
  Dies bedeutet nicht, dass wir uns im Alltag ignorieren oder nichts miteinander zutun haben möchten, denn wir haben uns aus gutem Grund zum Zusammenschluss entschieden und nutzen alle Vorteile der gemeinsamen Arbeit. Gerne spielen, lachen, toben und singen wir gemeinsam. Und selbstverständlich sind auch Kinder der Eichhörnchen- Bande herzlich willkommen mit den Fuchsfreunden ein Buch zu lesen, zu basteln oder zu turnen. Dennoch ist es uns sehr wichtig, die Familiennahe Betreuung, auch als Zusammenschluss leisten und leben zu können, denn sie bietet einen großen Mehrwert gegenüber anderen Kindertageseinrichtungen und ist ein sehr wichtiger Bestandteil und Vorteil unserer Arbeit als Tagespflegepersonen. Aus diesem Grund haben wir uns auch gegen ein Vertretungssystem untereinander entschieden, denn Diese würde nicht unserem bindungsvollen Konzept entsprechen.


 Räumlichkeiten:
Die Tagespflegeeinrichtung der Fuchsfreunde und der Eichhörnchen- Bande  befindet sich in angemieteten Räumlichkeiten in der Schulstraße 7, 55437 Ockenheim.
Wir nennen diese Räume "unser Waldstück" und betreuen darin unabhängig voneinander
 unsere jeweils 5 Tagespflegekinder.
Sowohl Jana als auch mir ist es wichtig, alle Räume ihren Funktionen entsprechend offen, gemütlich, reizarm, praktisch und ansprechend einzurichten. Auf eine angenehme Atmosphäre legen wir großen Wert. Viele Fenster machen die Räumlichkeiten von Haus aus hell und freundlich. Der Charm einer liebevoll neu renovierten Altbauwohnung macht die Wohnung zu einem absoluten Wohlfühlort für groß und klein.

Unser Waldstück verfügt über: 
- einen Flur, in dem sich die Garderoben der Kinder befinden
- über einen großen Saal der zum Essen, Malen, Basteln, Bauen Turnen und Toben dient
- über einen Rollenspielraum in dem die Kinder auch kuscheln und Bücher lesen können
- über einen Schlaf und- Snoozelraum
- über ein Badezimmer in dem sich die Wickelecke befindet
- über eine Abstellkammer
- und über einen schönen Innenhof.

Alle Räume sind so gestaltet, dass die Kinder sich in einer "Ja Umgebung" frei ausleben und explorieren können. In jedem Raum gibt es Rückzugsmöglichkeiten. 
Natürlich haben wir auch an die Kleinsten gedacht und eine Ecke nur für U1 Kinder errichtet.

 Mehrere Spielplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe der Einrichtung.
 Im Alltag mit den Kindern achten wir stets auf die Bedürfnisse unserer Schützlinge, gestalten die Räume dementsprechend um und tauschen Spiel – und Bewegungsmöglichkeiten nach Belieben so aus, wie sie gerade benötigt werden und sinnvoll sind. Parkmöglichkeiten befinden sich in ca. 3 Gehminuten in ausreichender Zahl auf zwei großen Parkplätzen.



 Tagesablauf:
 07.30 Uhr Ankommen der Kinder 
08.15 Uhr Gemeinsames Frühstück 
                               08.45 Uhr Freispiel/ Angebote/ Aktivitäten 
11.00 Uhr Morgenkreis 
11.15 Uhr Gemeinsames Mittagessen 
12.00 Uhr Ruhezeit/ Mittagsschlaf
Bis 14.30 Uhr sind alle Kinder abgeholt. 

An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis zu erwähnen, dass der von uns entwickelte Tagesablauf nicht in Stein gemeißelt ist oder strickt eingehalten werden muss. Kinder brauchen Strukturen und Rituale. Sie wünschen sich Diese und fordern sie gerne ein, denn sie geben Ihnen im Alltag Orientierung und Zeitgefühl. Dennoch handeln sowohl Jana als auch ich Situationsbedingt und Bedürfnisorientiert – dies steht für uns an erster Stelle. Kein Kind wird zu einer bestimmten Zeit zu etwas gedrängt und keinem Kind wird zu einer bestimmten Zeit etwas verwehrt. Auch die Bedürfnisse der Eltern/ der Familien sind uns wichtig. Daher geben wir innerhalb der Öffnungszeiten keine festen Bring-& Abholzeiten vor. 


 Meine pädagogische Arbeit: 

Hier orientiere ich mich gerne an den Säulen von Emmi Pikler und den Ansätzen von Maria Montessori. Wichtig ist mir jedoch, nach Gefühl zu arbeiten, auf Situationen individuell zu reagieren und so zu handeln, wie es sich richtig und sinnvoll anfühlt, ganz losgelöst von einem bestimmten
 pädagogischen Konzept und mehr nach dem Herzen.

Die drei grundlegenden Säulen der Pikler- Pädagogik, die ich für meine Arbeit ganz gerne einbringe, sind die sinnvolle Umgebung, die freie Bewegungsentwicklung und die liebevolle Pflege. 


„Beobachte, lerne dein Kind kennen! 

Wenn du wirklich bemerkst was es nötig hat, was es braucht, dann wirst du es auch richtig behandeln, wirst du es richtig lenken, erziehen.“ 
-Emmi Pikler 

 Die sinnvolle Umgebung bedeutet, den Raum geordnet mit verschiedenen Materialien übersichtlich und ansprechend zu gestalten. Die sogenannte „vorbereitende Umgebung“ beschreibt einen Raum, der mit Materialien und Möbeln bestückt ist, die den Bedürfnissen und Interessen der Kinder entsprechen und gleich zum explorieren einladen. Ich achte darauf, sämtliche Materialien auf Kinderhöhe zu platzieren, sodass sie jederzeit für sie zugänglich sind. Außerdem ist es meine Aufgabe darauf zu achten was die Kinder gerade brauchen, gegebenenfalls Materialien oder auch komplette Spielecken von Zeit zu Zeit auszutauschen, kleine Herausforderungen zu schaffen und gleichzeitig eine Reizüberflutung zu vermeiden. Am Morgen bereiten Jana und ich die Räumlichkeiten so vor, dass die Kinder gleich in ein Spiel starten können. Wir platzieren eventuelle neue Gegenstände gut sichtbar und achten auf Freiräume, Ordnung und eine gute, freundliche Atmosphäre.
Die freie Bewegungsentwicklung meint, dass Kindern genug Raum und Zeit zustehen um sich in ihrem ganz persönlichen Tempo individuell motorisch zu entwickeln. Ich bringe die Kinder nicht in Situationen, aus denen sie sich selbst nicht lösen können oder in die sie von selbst nicht erst gekommen wären. Es ist wichtig für mich die Kinder ausprobieren zu lassen und Ihnen zuzutrauen, dass sie die Rutsche oder das Klettergerüst dann erklimmen werden, wenn sie soweit sind und sich sicher fühlen. Diese Erfolgserlebnisse sind wichtig für das Selbstwertgefühl, ein gutes Körpergefühl und die intrinsische Motivation der Kinder, die dafür verantwortlich ist, dass sie die Aufgaben und Herausforderungen die vor ihnen liegen alleine bewältigen möchten.

 „Jedes gesunde Kleinkind besitzt die Fähigkeit zur selbstständigen motorischen Entwicklung. Dafür braucht es den (Frei)Raum, die Gelegenheit und die Erlaubnis dazu, sowie Erwachsene, die an seinen Erkundungen wohlwollend und interessiert Anteil nehmen“
-Emmi Pikler

Unter die liebevolle, beziehungsvolle Pflege, fällt sowohl die Wickelsituation, als auch das gemeinsame Essen, das Hände waschen oder die Begleitung zur Toilette. All diese Situationen die ich jeden Tag mehrmals mit den Kindern erlebe, sollen nicht als schnelle oder gar lästige Pflicht angesehen werden die so flott wie möglich erledigt werden muss. Vielmehr sind es Tätigkeiten in denen ich gemeinsam mit den Kindern ganz viel Beziehungsarbeit leiste. Ich kooperiere mit den Kindern, achte auf ihre Bedürfnisse und begleite all meine Handlungen sprachlich und setze mich wieder mit dem auseinander was die Kinder von mir brauchen. Ich nehme mir Zeit für meine Schützlinge und nehme sie ernst. So bringe ich den Kindern Wertschätzung entgegen und die frische Windel ist nicht nur eine frische Windel, sondern eine wertvolle Zeit der beziehungsvollen Pflege zwischen dem Kind und mir.

Partizipation:
Selbstbestimmung und Mittbestimmung zählen zu den grundlegenden Bedürfnissen der Menschen. Besonders bei Kindern ist dieses Bedürfnis stark ausgeprägt, denn genau wie Erwachsene möchten sie gesehen, gehört und wahrgenommen werden. Sie möchten die Welt mit allen Sinnen erleben. Dies können sie nur, wenn sie auch daran teilhaben können und wir ihnen Entscheidungen zutrauen. Mir ist es wichtig die Partizipation nicht als etwas zu sehen, was ab und an mal angeboten werden kann – sondern als etwas was immer passiert, den ganzen Tag sowohl individuell für jedes einzelne Kind (Selbstbestimmung), als auch für die Gesamtgruppe (Mitbestimmung). In einem von mir gesteckten Rahmen lebe ich die Partizipation mit den Kindern ohne groß darüber nachdenken zu müssen, denn sie ist in meiner Haltung verankert und aus meinem pädagogischen Handeln nicht wegzudenken. Hierbei möchten ich gerne mit dem Vorurteil aufräumen, dass Kinder die selbstbestimmt handeln, tun und lassen können was auch immer sie möchten. Dies hat mit einer gesunden und gelebten Partizipation nichts zutun. Ich als Tagespflegeperson, gebe einen Rahmen vor in dem die Kinder selbstbestimmt und mitbestimmt handeln können, denn ich bin die Erwachsene und somit für die Sicherheit aller und für Vernunftsentscheidungen verantwortlich. Ein Kind kann also auch bei mir natürlich nicht entscheiden bei -12 Grad ohne Kleidung nach draußen in den Schnee zu gehen, denn das wäre unverantwortlich. Ein Kind kann aber gerne entscheiden wann, was und wie viel es essen möchte, welche Socke zuerst angezogen werden soll und ob es am Basteilangebot teilnehmen möchte oder nicht. Auch die kleinsten Entscheidungen bringen die Kinder in die Selbstwirksamkeit. Sie fühlen sich gesehen und merken, dass ihre Stimme zählt. In der Gesamtgruppe arbeiten wir mit verschiedenen Methoden um allen Kindern die Mittbestimmung zu ermöglichen (zum Beispiel im Singkreis oder bei der Frage was fürs Frühstück eingekauft werden soll). Ein Bedürfnisorientiertes arbeiten ist ohne Partizipation für mich nicht möglich.

Pädagogische Ziele und die Umsetzung im Alltag:
Das Ziel meiner pädagogischen Arbeit ist es, dass das was ich in meinem Bild vom Kind verfasst habe, für die Kinder sichtbar und spürbar ist. In allererster Linie sollen sich die Kinder bei mir wohl, geborgen und sicher fühlen. Nur ein Kind welches sich sicher und wohl fühlt, kann explorieren, die Welt entdecken und sich frei entfalten. Hierbei helfen meine sanfte, individuelle Eingewöhnung, ein guter Austausch mit den Eltern und meine ständige Bindungs- und Beziehungsarbeit. Außerdem lege ich Wert darauf, dass die Kinder ihr Selbstbewusstsein, ihr Selbstwertgefühl und auch ihr Selbstvertrauen stärken. Jedes Kind wird von mir gesehen, in seinen individuellen Bedürfnissen wahrgenommen und wertgeschätzt. Alle anderen Ziele meiner Arbeit, bauen auf dieser grundlegenden Basis der Persönlichkeitsentwicklung und Selbstwirksamkeit auf.

Im sozialen Zusammenleben, halte ich es für wichtig, dass die Kinder durch Strukturen, Rituale und Regeln im Alltag Sicherheit und Halt erfahren. Durch die festen Kleingruppen der Fuchsfreunde und Rehkids entwickeln die Kinder ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Lernerfahrungen die in der Gruppe entstehen sind sehr vielseitig. Die Kinder erfahren zum Beispiel gegenseitige Rücksichtnahme, das Teilen und entwickeln ein Gefühl für Ich und Andere. Eventuell entwickeln sich erste Freundschaften die dann noch mehr Möglichkeiten bieten die Sozialkompetenz zu erweitern. Streit oder Unstimmigkeiten zwischen meinen Füchslein, begleite ich ohne zu bewerten und gebe den Kindern somit die Möglichkeit, im sozialen Zusammensein eigene Problemlösestrategien zu entwickeln.

Sprache und Kommunikation
Alle Bildungs – und Entwicklungsbereiche sind eng miteinander verbunden. Die Sprache zusammen mit der Bewegung wahrscheinlich am Meisten. Kinder lernen sprechen indem man mit ihnen spricht. Ich begleite meine Handlungen sprachlich und achte darauf, nicht stumm vor mich hinzuarbeiten sondern so viel und passend wie möglich sprachlich zu begleiten. Hierbei achte ich auch darauf, die Kinder nicht zu überfordern und sie nicht mit Worten zu überschütten. Individuell beurteile ich je nach Kind und Situation wie viele und welche Worte es gerade braucht. Sprache begleitet uns immer und überall im gesamten Alltag und ist für Kinder der Schlüssel zur Welt – geradezu etwas magisches.
Zuerst lernen Kinder die Sprache zu verstehen und Zusammenhänge zu erfassen, dann erst lernen sie sich auszudrücken und die Sprache für sich zu nutzen. Mir ist es wichtig, dass meine Schützlinge eine Freude am sprechen entwickeln können. Dies erreiche ich indem ich sie nicht dränge oder Druck aufbaue. Auch die nonverbale Kommunikation ist für mich wertvoll und ich gehe davon aus, dass alle Kinder sprechen werden wenn sie sich wohlfühlen und Freude daran haben sich mit Worten mitzuteilen. Mir ist bewusst, dass Kinder oft schon sprechen können, aber lieber zuhören, alles genau erfassen und sich nur dann ausdrücken und ihre „magischen Worte“ benutzen, wenn sie sich vollkommen sicher fühlen, Diese mit der Welt zu teilen. Wie immer darf jedes Kind sein eigenes Tempo bestimmen. Die Sprachentwicklung wird unter anderem im Morgenkreis ganz besonders gefördert. Durch Fingerspiele, Lieder, Reime und Wiederholungen werden Sprechfreude und Neugierde geweckt und der Wortschatz erweitert sich. Die wohl bekannteste Art und Weise die Sprache zu fördern, Wortschatz zu erlangen und sich über gesehenes auszutauschen, ist das Vorlesen von Büchern. Gemeinsam mit den Kindern tauche ich in andere Welten, suche die ach so kleinsten Bildchen in Wimmelbüchern und komme so mit meinen Schützlingen ins Gespräch. Von Zeit zu Zeit tausche ich Bücher aus um neue Geschichten vorstellen zu können. Allerdings achte ich darauf, die absoluten Lieblingsbücher der Kinder im Regal zu lassen, da sie erfahrungsgemäß am häufigsten gelesen werden und zur Sicherheit der Kinder beitragen da sie zum Ritual geworden sind.

Körper und Bewegung
Durch Bewegung erkunden Kinder ihre Welt, sie entwickeln ein Körpergefühl und entdecken die gesamte Vielfalt dessen, was sie mit ihren Bewegungen erreichen können. So sammeln sie unendlich viele Erfahrungen über sich und ihre Umwelt. Die Bewegung ist also eine grundlegende Basis für die Entwicklung von Kindern und steht in direkter Verbindung mit der Entwicklung des Gehirns. Auch motorisch entwickelt sich jedes Kind individuell und hat sein eigenes Tempo, seinen eigenen Bauplan. Mir ist wichtig den Kindern Zeit, Raum, Anreize und die Erlaubnis zur Bewegung zu geben und eine Umgebung zu schaffen, die dazu einlädt. Im Alltag biete ich durch die Gestaltung der Räume bereits viele Bewegungsmöglichkeiten. Gerne gehen wir spazieren und entdecken die Natur mit all den vielen spannenden Möglichkeiten auch dort Bewegungserfahrungen zu sammeln. Natürlich besuchen wir regelmäßig den Spielplatz und bauen auch in den Räumen immer mal wieder neue Spiel – und Bewegungsmöglichkeiten auf. Ich achte darauf, die Kinder in keine Situation zu bringen, in die sie von alleine nicht gekommen wären. Ich setze sie zum Beispiel nicht auf ein Klettergerät, dass sie noch nicht selbst erklimmen können. Mir ist es wichtig, dass die Kinder ein gutes Körpergefühl entwickeln und sich in ihren Bewegungen sicher fühlen. Gerne stehe ich zur Unterstützung bereit, sobald ein Kind aus sich heraus Bewegungsversuche startet und sich an eine Herausforderung traut. Ich gebe dem großen Bewegungsbedürfnis der Kinder viel Raum und Wichtigkeit, denn so entstehen Kreativität, intrinsische Motivation und die Bereitschaft Herausforderungen anzunehmen und somit viele weitere Fähigkeiten und Fertigkeiten. Um den Kindern ein Gefühl für ihren Körper zu geben, biete ich gerne kleine Sinneserfahrungen oder Massageggeschichten an. Wir experimentieren zum Beispliel mit Rasierschaum oder ähnlichem, und die kleinen Igel in Form von Igelbällen krabbeln über die Arme und Beine der Kinder. Es ist mir wichtig, dass die Kinder sich und ihre Körperteile auch in Ruhe, ohne viel Aktivität spüren und entspannen können.

„das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich ziemlich sicher, dass ich es schaffe“
-Astrid Lindgren

Musik:
Musik in all ihrer Vielfalt, ist ein wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung, denn sie hat eine positive Wirkung auf das Gehirn, das Nervensystem und die sensibilisierung der Sinne. Musik eröffnet den Kindern eine Welt in der sie sich mitteilen und ausdrücken können, auch ohne Worte. Melodien, Lieder, Reime und Fingerspiele, nehmen einen entscheidenden Anteil in unserem Alltag ein und fördern die Intelligenz, die Merkfähigkeit, die Fantasie und die Sprachentwicklung der Kinder. In Form von fest integrierten Ritualen kehren manche Lieder, Sprüche oder Singspiele immer wieder und geben den Kindern die für sie wichtige Orientierung. Nicht nur im täglichen Singkreis wird bei den Fuchsfreunden musiziert, auch bei Tisch oder in ganz gewöhnlichen Alltagssituationen wie dem Wickeln, dem Hände waschen oder einfach während des Spiels, können wir singen, Musik an machen oder reimen. Wir nehmen uns nach Lust und Laune die Musikinstrumente, experimentieren damit und sind eine Band, oder tanzen auf die Lieblingslieder der Kinder. Da Musik zu einer Wohlfühlatmosphäre beitragen kann, hören wir auch gerne während des Essens oder zum Einschlafen leisen, ruhigen Klängen zu.

Darstellen und Gestalten:
Malen, basteln, matschen und experimentieren- einfach Künstler sein.
Das fördert die Kreativität, die Feinmotorik, die Sinneswahrnehmung und das Körpergefühl der Kinder. Ich als Tagespflegeperson sehe es als meine Aufgabe, die Kreativität der Kinder nicht zu stören und sie einfach machen zu lassen, ggf Anregungen und Ideen einzubringen und die Kinder in ihren Vorhaben zu unterstützen und zu motivieren. Am Kreativtisch trainieren die Kinder ihre taktile- und visuelle Wahrnehmung im Zusammenhang mit Spiel, Spaß und Kommunikation. Regelmäßig stelle ich verschiedene Materialien und Farben zu Verfügung mit denen die Kinder sich ausprobieren dürfen. Wachsmalstifte, Wasserfarben, Kleber, Pinsel, Knete, Schwämme und vieles mehr, dürfen nach Lust und Laune verwendet werden. Egal ob wir uns im freien Gestalten oder in einem freiwilligen, angeleiteten Angebot befinden – der Weg ist das Ziel. Ich arbeite Prozessorientiert, da ich der Meinung bin, dass der Prozess des Gestaltens eine viel wichtigere Rolle spielt, als das Ergebnis.

Mathematik und Forschen:
Naturwissenschaften spielen schon in der frühkindlichen Entwicklung eine wichtige Rolle. Kinder kommen mit einem natürlichen Entdeckerdrang auf die Welt. Sie sind neugierig, wollen erleben, experimentieren, erobern und herausfinden wieso die Dinge so sind wie sie sind. Sie betrachten alles um sich herum ganz genau und entdecken ihre Umgebung mit allen Sinnen. Dabei machen sie von Anfang an naturwissenschaftliche Erfahrungen. Zum Beispiel erforschen sie verschiedene Oberflächen und geometrische Formen. Sie rollen die Kugel auf geraden und ungeraden Strecken. Sie räumen ein und aus oder finden heraus, dass ein Stein viel schneller zu Boden fällt als eine Feder. Meine Aufgabe ist es, diesen natürlichen Forscherdrang zu unterstützen und Situationen aufzugreifen in denen die Kinder besonders spannende Entdeckungen machen. Ich geben ihnen den nötigen Raum, die Zeit und die Erlaubnis für diese Erfahrungen. Zum Beispiel beobachte ich, wie Kinder bei Tisch mit Wasser experimentieren und gebe ihnen dann, in einem angeleiteten Angebot die Möglichkeit dies ganz ungestört und ungehemmt zu tun. Auch im Freispiel oder draußen beim Spaziergang können wir ganz viel zusammen forschen und gemeinsam die Welt entdecken. Es braucht nicht immer große Angebote oder herbeigeführte Experimente. Es reicht schon, wenn wir den Blättern beim Fallen von den Bäumen zusehen, danach einen großen Laubhaufen machen und dann probieren wie es sich anfühlt hineinzuspringen und darin zu wühlen. Das ist Entdeckerdrang – das sind Erfahrungen die ich gerne mit meinen Schützlingen mache.

„Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information.“
-Albert Einstein-

Beobachtung und Dokumentation:
Die Beobachtung ist in meiner Arbeit essenziell und macht einen großen Teil meines Alltags aus. Sie passiert im Grunde zu jeder Zeit und fordert meine volle Aufmerksamkeit und Konzentration. Um bedürfnisorientiert und situativ arbeiten zu können, muss ich wissen wo meine Schützlinge gerade stehen, welche Entwicklungsschritte sie bewältigen und was sie besonders interessiert. Auch die emotionale Verfassung, die jeweilige derzeitige Ich- Entwicklung und die Autonomie (Trotzphase) sind wichtig für mich zu erkennen, denn sie geben Aufschluss sowohl über das einzelne Kind, als auch über die Stimmung in der Gesamtgruppe. Nur durch gezieltes beobachten kann ich die Interessen der Kinder erkennen und aufgreifen.  Das freie Spiel der Kinder ist dabei für mich essenziell. Ich mache also am Tag so einige Beobachtungen, die ich je nach Wichtigkeit filtere und in meinen Akten notiere, oder mir einfach merke. Dabei gehe ich allerdings nicht nach Entwicklungstabellen oder strikten Entwicklungsbögen. Ich notiere den „Ist- Stand“ und gehe davon aus, dass jedes Kind sich so entwickelt wie es das gerade braucht und kann. Falls gewünscht, führe ich in regelmäßigen Abständen Gespräche mit den Eltern um meine Beobachtungen detailliert mit ihnen zu teilen. In den täglichen, sogenannten „Tür- und Angelgesprächen“, gebe ich die wichtigsten Informationen des Tages weiter.
 
Ernährung:
 Im Waldstück gibt es täglich drei fest eingeplante Mahlzeiten für die Kinder:
Das Frühstück, das warme Mittagessen und einen Nachmittagssnack. Getränke sind in Form von Wasser, ungesüßtem Tee und (Milch am Morgen) jederzeit zugänglich. Das Frühstück bereiten wir am Morgen gemeinsam vor und versuchen hierbei auf eine abwechslungsreiche, ausgewogene und Kindgerechte Ernährung zu achten. Einkaufsmöglichkeiten nur wenige Gehminuten von der Einrichtung entfernt, bieten wunderbare Möglichkeiten für mich meine Fuchsfreunde und natürlich für die Eichhörnchen- Bande. So können die Kinder mitentscheiden welche Nahrungsmittel besorgt werden sollen, mit Jana und mir gemeinsam anhand von Bildkarten eine Einkaufsliste erstellen und den Einkauf erledigen. Das Mittagessen wird täglich frisch gekocht. Hierfür haben wir uns eine Haushaltshilfe angestellt. Unsere "gute Fee" kommt an drei Tagen die Woche. Sie kocht für uns und kümmert sich um den Haushalt, sodass wir mehr Zeit und Kapazitäten für unsere Schützlinge haben.
  Am Nachmittag bereiten Jana und ich noch einen Snack vor. Meist gibt es hier Obst oder Rohkost. Mit Hilfe von selbst gestalteten Bildrezepten, die auch für Kinder lesbar sind, backe ich von Zeit zu Zeit auch mal Kuchen, Plätzchen, Müsliriegel, Brot oder andere leckere Dinge mit den Kindern. Sie können so wichtige Erfahrungen in verschiedenen Bereichen sammeln und danach ganz stolz die selbst gebackenen Leckereien genießen. In der Essenssituation achte ich auf eine angenehme Atmosphäre die zum wohlfühlen und genießen einlädt. Mir ist es wichtig, nicht zu viele Regeln bei Tisch aufzustellen und die Kinder in ihrer Selbstständigkeit zu fördern. Kein Kind wird zum Essen oder zum probieren gezwungen und jedes Kind darf Essen bis es satt ist und sich dafür Zeit lassen.
Ganz allgemein achten wir im Waldstück auf eine abwechslungsreiche, kindgerechte Ernährung. Zu jeder Mahlzeit gibt es Vitamine in Form von Obst, Gemüse, Rohkost oder Salat.  Wir kochen mit wenig Fleisch und Fisch und mit noch viel weniger Zucker. Süßigkeiten gibt es nicht.
Sollten die Kinder zwischendurch Hunger bekommen, haben wir immer genügend Vorräte da um einen Zwischensnack anbieten zu können. 

 Eingewöhnung:
Die Eingewöhnung ist der Grundbaustein und die Basis einer vertrauensvollen und wertvollen Zusammenarbeit sowohl zwischen mir als Tagespflegeperson und den Eltern die mir ihre größten Schätze anvertrauen, als auch natürlich zwischen mir und den Kindern. Ich lege daher großen Wert auf eine sanfte, individuelle Eingewöhnung bei der ich mir viel Zeit nehme und das einzugewöhnende Kind im Mittelpunkt steht. Viele Kinder sind mit dem Start in der Tagespflege zum ersten Mal in Fremdbetreuung. Mir ist sehr wichtig, dass die Kinder sich wohlfühlen und wir eine gute Beziehung zueinander aufbauen können um ihnen den Einstieg bei den Fuchsfreunden und die neue Situation so schön wie möglich zu machen. Die Zusammenarbeit mit den Eltern und eine gute Kommunikation, liegen mir sehr am Herzen. Auch sie müssen sich wohlfühlen und ihre Kinder in guten Händen wissen. Da Kinder schon von Anfang an äußerst sensibel für Emotionen und Stimmungen sind, spüren sie sofort wenn ihre Eltern von etwas nicht überzeugt sind. Deswegen sollen auch die Eltern sich geborgen und gut aufgehoben fühlen um den Kindern viel Sicherheit zu vermitteln und sie bestmöglich zu begleiten. Einen genauen, strikten Plan für eine Eingewöhnung bei mir gibt es nicht, da jedes Kind individuell ist und verschiedene Dinge, Zeiten und Freiräume braucht. Ich rate den Eltern sich für die Eingewöhnung ca. 4 Wochen Zeit zu nehmen, wobei ich nicht ausschließen kann, dass es kürzer oder länger dauern wird. Eine Mindesteingewöhnungszeit von zwei Wochen empfehle ich allen Familien, unabhängig davon ob das Kind schnell explorieren und sich von den Eltern trennen kann, oder mehr Zeit braucht. Die Eltern sind der wichtige „sichere Hafen“ für die Kinder. Auch wenn es nicht den Anschein machen sollte, sie werden häufig noch als Vertrauensperson gebraucht. Außerdem möchte ich ein Bewusstsein dafür schaffen, dass die Eingewöhnung nicht nur für das einzugewöhnende Kind und seine Eltern, sondern auch für mich als Tagespflegeperson und die Kindergruppe, die ein neues Mitglied bekommt, von Bedeutung ist. Alle Beteiligten lernen sich kennen und die Gruppe sortiert sich neu. Jedes Kind bringt frischen Wind in unsere Tagespflege und alle sollen die Chance haben, die neue Situation in Ruhe zu erfassen.
Genaueres zur Eingewöhnung bei mir erfahren Eltern im Eingewöhnungsgespräch, kurz vor Eingewöhnungsstart.

Zusammenarbeit mit den Eltern:
Liebe Eltern, nun möchte ich mich ganz direkt an Sie wenden. (Natürlich spreche ich hier auch alle Großeltern, Pflegeeltern und weitere Sorgeberechtigten an, die ihre Schätze zu mir bringen.)
Wenn Sie sich für eine Betreuung bei mir interessieren, fragen Sie sich was alle Eltern sich fragen. Wer ist die Richtige Person um das wertvollste zu betreuen was ich habe? Wem kann ich meinen größten Schatz anvertrauen? Als Mama und Pädagogin mit acht Jahren Krippenerfahrung, kann ich das sehr gut nachvollziehen. Mir ist es daher sehr wichtig, dass Sie sich mit mir wohlfühlen und eine genaue Vorstellung davon bekommen was ich mache und wer ich bin.
Ich bin mir absolut sicher, dass ich das wundervollste Konzept der Welt schreiben und die schönsten Räumen einrichten könnte die Sie je gesehen haben – sollten Sie sich mit mir nicht wohlfühlen, ist das alles völlig unbedeutend.
Daher lernen wir uns nach der Kontaktaufnahme erst einmal ganz zwanglos und unverbindlich kennen. Im besten Fall, haben Sie vor diesem Gespräch bereits meine Konzeption gelesen und sind damit einverstanden. Wir machen uns dann in einem lockeren Gespräch ein Bild voneinander und Sie erhalten natürlich sämtliche Informationen, die für Sie und Ihr Kind bezüglich einer Betreuung bei den Fuchsfreunden wichtig sind. In der Zusammenarbeit sind mir ein respektvoller, freundlicher Umgang und ein ehrlicher und offener Austausch sehr wichtig. Es ist mir ein Anliegen die Kommunikation mit Ihnen stets aufrecht zu erhalten und in gutem Kontakt zu bleiben. Sollten Sie etwas auf dem Herzen haben, kommen Sie bitte jederzeit gerne zu mir. Ich werde ein offenes Ohr für all ihre Fragen und Themen haben. Sie stören nie! Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ihnen und mir ist unabdingbar und ganz im Sinne Ihres Kindes, denn ohne Sie, kann keine qualitativ hochwertige Arbeit stattfinden. Sie sind der absolute Experte für Ihr Kind denn Sie kennen es am besten, wissen wie es „tickt“ und was es braucht und gerne hat. Deswegen ist es mir wichtig, dass wir uns am Morgen, wenn Sie Ihr Kind bringen, kurz im Tür- und Angelgespräch austauschen und Sie mir evtl. wertvolle Informationen weitergeben. Vielleicht war die Nacht nicht gut? Vielleicht gab es Streit mit einem Geschwisterchen oder das Lieblingskuscheltier war einfach nicht aufzufinden. Diese „Kleinigkeiten“ können die Welt Ihrer Schätze auf den Kopf stellen und den ganzen Tag beeinflussen und sind für mich daher wichtig zu wissen, um entsprechend reagieren zu können. Außerdem treffen wir uns gerne ein Mal im Jahr zu einem Gespräch und ich teile Ihnen all meine Beobachtungen über ihr Kind mit, erzähle aus dem Alltag und beantworte eventuelle Fragen. Diese Gespräche sind absolut freiwillig. Ich biete sie gerne an und überlasse allen Familien die Entscheidung, ob sie das Angebot annehmen möchten. In lockerer, gemütlicher Atmosphäre gehen wir in einen wertvollen Austausch über Ihr Kind und nehmen uns dafür die Zeit die wir brauchen. Auch schon während der Eingewöhnung sind mir ein vertrauensvoller, freundlicher und offener Umgang miteinander sehr wichtig. Die Stimmung die wir miteinander haben überträgt sich auf Ihr Kind. Aus diesem Grund achte ich darauf, dass zwischen uns eine positive Atmosphäre herrscht und spreche an, wenn ich den Eindruck habe es könnte Ihnen etwas auf dem Herzen liegen. Mir ist wichtig, dass Sie als Eltern sich ebenso gesehen fühlen wie ich es mir für Ihr Kind wünsche. Es ist mir absolut bewusst, dass Sie mir, wenn Sie sich für mich entscheiden, einen großen Vertrauensvorschuss geben. Ich möchte mich dessen erkenntlich zeigen und eine gute, wertvolle Betreuung für Ihr Kind gewährleisten. Um Ihnen einen Einblick in den Alltag mit Ihrem Kind zu geben, hängen wir bei den Fuchsfreunden gerne Fotos, Lerngeschichten und Fachtexte im Eingangsbereich der Einrichtung aus und machen so unsere Arbeit transparent. Außerdem werden wir übers Jahr verteilt in regelmäßigen Abständen Elterntreffen zu allen möglichen Themen veranstalten. Dies kann ein Frühlingsfrühstück, ein Adventskaffee oder ein Krebbelkaffee zu Fastnacht sein. Was auch immer uns gerade einfällt. Wir hoffen Sie haben Lust dazu und nehmen sich etwas Zeit in den Austausch mit uns und den anderen Eltern zu gehen.

Mit einem meiner Lieblingszitate von Astrid Lindgren, bedanke ich mich bei Ihnen fürs Lesen und hoffe Sie konnten einen guten Eindruck über meine Arbeit gewinnen. Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

 „Knallen muss es tüchtig und lustig will ich´s haben, sonst mach ich nicht mit!“
-Astrid Lindgren-